Der glamouröse Alltag einer Urban Fantasy Autorin | Brida Anderson

Der glamouröse Alltag einer Urban Fantasy Autorin

Die Realität des glamourösen Autorinnenlebens. 

Tatort: Ruhrsprawl. (Any Shadowrunners in the house?)

Die Zeit: Samstag 12 Uhr mittags.

Noch schnell etwas aufhübschen fürs Online-Seminar über Buchmarketing, das ist ja schließlich in Zoom mit Kamera.
Der Plan: Ich werde mich an meinen Schreibtisch setzen und bis das Seminar startet 2 Stunden ganz konzentriert weiter an Buch 5 der Astoria Files für euch schreiben.

Die Realität: Ich komme in BH und Unterhose aus dem Bad.
Die Katze huscht mit Popo knapp über dem Boden an mir vorbei, dreht wieder um und rutscht drauflos … auf einer Spur, die ich jetzt nicht näher beschreibe. 🐱
Zum Himmel stinkende Katze gepackt, unter den Arm geklemmt. Mit ihr im Bad eingesperrt und erstmal den Aa-Knödel an ihrem Po entfernt.
Strampelnder Katze mit Waschlappen mit warmem Wasser den Popo gewaschen. Mit neuem Waschlappen dann auch noch das Schwänzchen und die Pfoten.
Katze flieht.
Brida wäscht sich noch mal ab. Wirft sich irgendetwas über – und wischt erstmal die Bäder und den Flur.
Erhitzt zurück an den Schreibtisch geschlappt und versucht, sich gedanklich wieder auf Faerie und den Endkampf um den Elbenthron einzustimmen … 🙈

Ehrlich gesagt, habe ich dann auch erstmal eine halbe Stunde in das Basteln von virtuellen Zoom Hintergründen versenkt.

Dieser hier unten ist aus einer Vorlage von Canva entstanden. Im Original ist es ein kleiner Film und alle „Vitalzeichen“ bewegen sich sogar. :-) Sehr cool. Unten rechts steht: Snack Level: CRITICAL! Screenshot Zoom Hintergrund Corona Brida Anderson

Leider kann ich keinen von den neuen Hintergründen benutzen. Canva meckert, dass mein Macbook zu alt und klapprig dafür ist. Ich sollte bei meinem Patreon mal ein neues Ziel einpflegen: Ein neues Macbook für Brida, bevor das alte auseinanderfällt. ;-)

Du kannst mich übrigens ab 2 Euro im Monat auf Patreon unterstützen und erhältst im Gegenzug Goodies von mir.

So, jetzt geht es aber ernsthaft ans Schreiben. Ich bin in den letzten Kapiteln von Buch 5. Das Buch hat auch schon längst einen Namen und seit letzter Woche auch ein TOTAL SCHÖNES COVER, das ich Euch am liebsten sofort zeigen würde. Aber wir müssen uns gedulden, bis das Manuskript fertig ist. Es nervt mich, dass ich immer noch „Buch 5“ schreiben muss, obwohl ich doch den Titel am liebsten von den Dächern rufen würde, weil er mir so gut gefällt. Aber das Marketing will es so.

Dieses Buch ist übrigens dasjenige, das mich am meisten an „Täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert. Ich war nämlich schon mal in den letzten Zügen des Manuskriptes. Der Showdown war im Kasten, nur noch die letzten Kapitel, wo sich der Staub etwas legt … Und es stimmte etwas nicht. Ich bin zu meinen Beta-Leserinnen gegangen, habe sie völlig gespoilert für’s Buch, um herauszufinden, ob es für sie an derselben Stelle hakt. Mein Mann und mein kleiner Sohn haben dann den Finger draufgelegt: Mein Turning Point 2 und mein Showdown passten nicht zum Rest der Reihe. Das werde ich gespürt haben und kam deshalb nicht weiter. Aber wenn man Turning Point 2 und den Showdown verliert, muss man alles vorher auch wieder aufdröseln, da es sonst nicht passt … Denn der Turning Point 2 heißt in der Plotter-Sprache auch „Point of No Return“. Hier trifft Deine Heldin eine Entscheidung, von der es kein Zurück gibt. Die muss ja zum Rest des Buches passen. Sonst gibt das diese Bücher, wo man beim Lesen denkt: „Hääää? Wieso hat sie denn jetzt das gemacht? War das vorher überhaupt schon ein Problem?“

Also habe ich vor 2 Wochen wieder von vorn angefangen …

Hugs

Deine

Brida



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