Das Ende der Zeit | Brida Anderson

Das Ende der Zeit

Es ist ein seltsames Gefühl, wenn man (wie ich) seit über 15 Jahren seine Projektplanung nach den keltischen Jahresfesten ausrichtet und dann plötzlich 3 Tage vor Halloween der Lockdown droht …

Wicca Hexe im Gras

Halloween bzw. Samhain ist in vielen heidnischen Kalendern das Jahresende. Es folgen Wochen, die als „time out of time“ (Zeit außerhalb der Zeit) betrachtet werden. Das endet am 21.12. mit der Wintersonnenwende.

Um mich auch als Stadtmensch mehr mit den Jahreszeiten zu verankern, habe ich damals mit dem Schritt in die Selbstständigkeit versucht, meine Projektplanung diesen Rhythmen anzupassen. Am liebsten möchte ich dazu auch mal einen „hexischen“ Projektplaner entwickeln. :-)

Wie sieht das in der Praxis aus?

Wenn ich es irgendwie vermeiden kann, nehme ich keine Aufträge an, deren Deadline nach dem 30.10. liegen. 

Denn Halloween ist für mich das Jahresende. In der „Zeit außerhalb der Zeit“ bis zum 21.12. schreibe ich beim NaNoWriMo mit und/oder stelle Projekte fertig, für die ich vorher nicht genug Zeit hatte.

Deshalb konnte auch „Winterfee“ vor ein paar Jahren im November und Dezember entstehen und viele meiner Kurzgeschichten.

Und deshalb erscheinen meine Romane oft Ende Dezember, weil ich im November dann Zeit habe, intensiv in die Überarbeitung einzusteigen. Wobei allerdings der NaNo ausfällt, wenn ich überarbeite.

Wie es dieses Jahr laufen wird, weiß ich übrigens noch nicht. Ich möchte gern beim NaNo mitschreiben und zwar an Band 6 der Astoria Files. Aber in anderthalb Wochen kommt „Eisenträume“ von den Betaleserinnen zurück. Und auch im Tagesjob drubbelt es sich jetzt.

Mal schauen, ob der Lockdown Druck im Brotjob rausnehmen wird oder noch mehr Druck auf den Kessel geben wird.

Im Moment arbeite ich mit Hochdruck am Plot von Band 6, damit am 1.11. alles bereitsteht, wenn der Startschuss für den NaNo kommt.



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